27.01.2018

191 Anträge im 3. Call eingereicht und erste Überlegungen zur neuen Förderperiode

Am 25. Januar 2018 endete die Frist zur Einreichung von Projektanträgen im 3. Call von CENTRAL EUROPE. Damit ist der voraussichtlich letzte "reguläre" Call, in dem Antragsteller aufgerufen waren, Projektideen zu den vier thematischen Prioritäten des Programms (Innovation / CO2-Reduzierung / Umwelt & Kultur / Verkehr) zu entwickeln, abgeschlossen. Insgesamt wurden 191 Anträge im elektronischen Monitoringsystem des Programms hochgeladen, und es beginnt nun die Prüfung der Dokumente durch das gemeinsame Sekretariat in Wien. In einem ersten Schritt wird – nachdem die formale Korrektheit geklärt ist – ausschließlich die inhaltliche Relevanz der Anträge bewertet. Nur jene Projekte, die diesen Lackmustest bestehen, werden einer Gesamtprüfung aller vier relevanter Kriterien unterzogen.

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Die thematische Bedeutung, die Struktur der Partnerschaft, die methodische Umsetzung und das aufgerufene Budget werden sowohl von den zuständigen Mitarbeitern des Sekretariats als auch von externen Experten evaluiert. Das Ergebnis wird den Nationalen Ausschüssen zur Diskussion vorgelegt und im Begleitausschuss des Programms, in dem Vertreter aller neun Mitgliedstaaten repräsentiert sind, entschieden. Aufgrund der erneut großen Zahl der eingereichten Projekte (191) ist mit der Prüfung der formalen Korrektheit und der Relevanz bis zum April 2018 zu rechnen. Die endgültige Förderentscheidung wird dann voraussichtlich Ende 2018 / Anfang 2019 erfolgen.

Wie geht es weiter in CENTRAL EUROPE?
Die CE-Programmgremien werden sich in den kommenden Wochen und Monaten mit der weiteren Entwicklung des laufenden Programms beschäftigen und in diesem Zusammenhang beraten, wie die bereits laufenden 85 (und voraussichtlich 30 neuen) Projekte in der restlichen Förderperiode (bis 2020) unterstützt werden können. Im Ostseeprogramm wird dies beispielsweise durch einen Call für sogenannte "project platforms" realisiert, der eine Vernetzung der Projekte innerhalb von Themenschwerpunkten mit dem Ziel vorsieht, die Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit der Projekte und die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu verbessern (hier der link zur entsprechenden Seite der Baltic Sea Region: http://www.interreg-baltic.eu/apply-for-funds/project-platform-calls/firstcallforprojectplatforms.html).

Für CE ist dabei noch keine Entscheidung gefallen, welche Schwerpunkte beim 4. und letzten Call des Programms gesetzt werden. Dies hängt zum einen davon ab, welche Themenfelder nach den Projektentscheidungen zum 3. Call noch nicht ausreichend abgedeckt sind, aber auch, welche strategischen Schwerpunkte (z. B. wie bei Ostsee die Vernetzung von Projekten) die Mitgliedsstaaten im Begleitausschuss für den letzten Call vereinbaren.

Wie geht es weiter mit Interreg B?
Die Mitglieder der nationalen Programmgremien aller sechs transnationalen Interreg-Programme mit deutscher Beteiligung haben sich bereits mit der Entwicklung über das Jahr 2020 hinaus beschäftigt, und eine länderübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitete zwei Dokumente, die sich mit der Fortschreibung der B-Ausrichtung in der künftigen Förderperiode auseinandersetzen.

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Ein erstes, stärker politisch orientiertes Papier wurde bereits im August 2017 fertiggestellt und beleuchtet die Wirkungsdimensionen von Interreg B und die Besonderheiten des transnationalen Mehrwerts, der durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Projekte entsteht. Im Januar 2018 wurde ein zweites Dokument fertiggestellt, das konkrete Vorschläge zur Vereinheitlichung und vor allem auch Vereinfachung der formalen und strukturellen Vorgaben der Programme in der künftigen Förderperiode enthält.

Beide Dateien können Sie, zusammen mit weiteren Informationen, auf der Seite des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung einsehen bzw. herunterladen.

Beide Dokumente wurden auch der Europäischen Kommission zugesandt, um die bereits begonnene Diskussion über die Ausgestaltung der Förderperiode 2021-2027 zu unterstützen. Insofern möchte die Kontaktstelle Sie bitten, die Papiere für Ihre internen Diskussionen zu nutzen und in Ihrem Zuständigkeitsbereich weiterzuverbreiten.